Was wir anpacken - Projekte

Einsätze - Patienten

Interplast Patienten in Bayreuth

Im Rahmen der humanitären Einsätze engagieren sich die ehrenamtlichen Ärzte der Sektion Baden-Baden/Bayreuth mit großem Einsatz für die Behandlung von Patienten wie dem jungen Safari, der nach einer schweren Verbrennungsverletzung dringend auf plastisch-rekonstruktive Operationen angewiesen war. Erst durch Spendenaktionen wurde es möglich, Safari nach Bayreuth zu bringen, wo er weiter medizinisch betreut wurde, um eine optimale Genesung sicherzustellen. Die vollständige Geschichte von Safari und seinen Weg zur Genesung finden Sie in unserer Presse-Rubrik.

Besonders in Afrika leisten die Teams einen bedeutenden Beitrag zur Versorgung von Kriegsverletzungen, wie Minen- und Schussverletzungen, Verbrennungen, sowie zur Behandlung von Weichteiltumoren und tragen so maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten bei.

Medizinerausbildung vor Ort

Im Rahmen der Einsätze bilden die erfahrenen plastischen Chirurgen vor Ort tansanische Kollegen nicht nur im Operationssaal aus, sondern vermitteln darüber hinaus in Vorlesungen grundlegendes Wissen über operative Techniken und Behandlungsmöglichkeiten bei Verbrennungen, Kontrakturen, sowie bei der Entfernung von Tumoren und der Versorgung chronischen Wunden und deren Behandlung mittels Spalthauttransplantation und lokaler Lappenplastiken. Damit soll eine kontinuierliche medizinische Versorgung und curriculare Weiterbildung in plastisch - rekonstruktiver Chirurgie der tansanischen Kollegen aufgebaut werden.

2018 wurde das „International Institute of Plastic and Reconstructive Surgery and Education“ gegründet.

Seit Februar 2021 erfolgt die akademische Ausbildung an der Muhimbili Universität in Dar Es Salaam.

 

Telemedizin

In den letzten Jahren wurde eine telemedizinische Verbindung mit dem Bombo-Hospital in Tanga, Tansania, eingerichtet. Damit wird die Zusammenarbeit gestärkt. Es werden in Zukunft Ärzte über tausende Kilometer hinweg auf digitalem Weg nach der besten Behandlungsmethode für Patienten in Afrika suchen und den tansanischen Ärzten wird ermöglicht, sich mit den Bayreuther Experten über Behandlungsweisen auszutauschen.

Ausbildung am Klinikum Bayreuth

Damit soll es auch möglich werden, dass Mediziner aus Afrika am Klinikum Bayreuth hospitieren. „Es ist an der Zeit, die Zusammenarbeit auf ein neues Level zu bringen“, sagt Dolderer, der eine Professur an der Muhimbili Universität Dar Es Salaam angenommen hat, um Wissen und Können weiterzugeben.

Schaffung von Infrastruktur - Cliff Block

Der Cliff Block, ein stillgelegtes, vor 110 Jahren in Tanga errichtetes Krankenhaus, soll wieder in Betrieb genommen werden. Um die Kapazitäten des Bombo Hospitals auszuweiten, mehr Patienten besser behandeln zu können und auch um ein kulturelles Erbe zu bewahren. In diesem Haus hatte einst schon Robert Koch über Tropenfieber geforscht. Ersten Schätzungen nach wird die Wiederinbetriebnahme des Cliff Blocks etwa 600.000 Euro kosten. Voraussichtlich etwa 150.000 Euro braucht Interplast an Eigenmitteln, um das Projekt starten zu können.

Kooperationen

Regional Administration Officer, Regional Medical Officerand Secretary of Health Ministery im Gespräch mit Dr. Dr. Herr und Prof. Dr. Dolderer über die Etablierung einer plastischen Chirurgie an der Universität.